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Psychologie der Massen

Ich lese hin und wieder gern die alten Bücher. Es tröstet mich dann zu erkennen, dass unsere scheinbar so einzigartigen Probleme in ganz ähnlicher oder sogar identischer Weise die Menschen schon vor hundertfünfzig oder zweihundertfünfzig Jahren beschäftigt haben. Schon Goethe war gestresst von der schnelllebigen Zeit und viele andere kluge Menschen haben in ihrer jeweiligen Epoche niedergeschrieben, was auch heute unverändert oder nur minimal modernisiert Bestand hat.

Auch die Philosophen der Antike und die Weisen des Mittelalters werden heute oft zitiert, weil ihre Erkenntnisse universell und zeitlos sind.

 

Wenn ich dann lese, dass die Menschen sich im Grunde schon immer so verhalten haben, wie sie sich heute verhalten, dann tröstet mich das. Denn schließlich ist ja daraus das geworden, was ich heute als so erhaltenswert und schützenswert und so extrem gefährdet ansehe.

 

Mich beruhigt das. Ein wenig.


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