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Was ich noch sagen darf

Wenn im von uns allen alimentierten Fernsehen die Frage lautet: "Was darf man noch sagen darf und was besser nicht?" dann ist diese Formulierung entlarvend.

 

Denn das Dürfen beinhaltet eine Erlaubnis, die nicht infrage gestellt wird. Wer darf, der braucht nicht mehr zu fragen - der hat bereits die Legitimation, etwas zu tun.

 

Wer etwas "besser nicht" tun sollte, der ist im Zweifel, muss abwägen, will eine Autorisierung prüfen. Der ist wohl nur formell im Besitz einer Erlaubnis, braucht aber noch eine erneute Bestätigung oder eine veränderte Erlaubnis oder hat Sanktionen zu befürchten.

Für mich ist erlaubt zu sagen, was nicht durch das Strafgesetzbuch verboten ist. In diesem Land ist das noch immer klar geregelt und nur an diese seit langem bewährten Regeln habe ich mich zu halten. Diese Regeln halte ich für gut und ausreichend.

 

Eine zusätzliche Erlaubnis braucht es nicht. Aus welcher ideologischen Ecke der selbstherrliche Versuch, mir etwas zu erlauben, unternommen wird, ist für mich völlig gleichgültig. Was ich "besser nicht" sage, darüber entscheide ich allein. Mit meinen Werten, meiner Empathie, meiner Sensibilität.

 

Ich darf sagen, was ich will und ich werde sagen, was ich will.


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