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Unwürdiges Schauspiel

Wenn ein hoffentlich demokratisch gewählter Präsident sich vor dem Ende der Stimmenzählung für den Sieger einer hoffentlich demokratischen Wahl erklärt, ist das undemokratisch.

 

Wenn einer der angeblich mächtigsten Männer der Welt sich wie ein übler Diktator inszeniert und Wählerstimmen ignorieren will, weil sie seinen Gegner bevorzugen könnten, ist das erbärmlich.

 

Wenn ein Staatsoberhaupt und Regierungschef bei der Auszählung von Wählerstimmen für einen Bundesstaat auf Fortführung besteht, weil er sich Vorteile verspricht und bei gleichem Sachverhalt in einem anderen Bundesstaat das Zählen stoppen will, weil er Nachteile erwartet, ist das grob albern, einfach nur lächerlich und absolut widerlich.

Allerdings dürfen sich die wahren Demokraten in Politik und Medien hierzulande ebenfalls fragen lassen, wie sie es mit der Demokratie halten, wenn sie Wahlergebnisse für unverzeihlich halten und rückgängig machen lassen.

 

Die meisten Finger der Hände, die jetzt auf den Narzissten zeigen, weisen zurück auf die Reklamierenden selbst. Denn das Besetzen von hohen Richterämtern mit Ideologiegefährten ist nicht nur in Übersee unwürdig.

 

Das Fördern von Medien und NGOs mit Steuergeldern ist undemokratisch, wenn dies ausschließlich von der gemeinsamen Gesinnung abhängig gemacht wird.

 

Das offene Ignorieren von Verfassungen und das ungesühnte Brechen von Gesetzen und Verträgen durch Regierungen ist überall autokratisch bis diktatorisch, auch im eigenen Heimatland...


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