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Es ist die Sprache, Dummchen!

In dieser Zeit von Propaganda, unverhohlener Agitation und allgegenwärtigem Haltungsjournalismus ist es nicht ganz leicht, Informationen zu erhalten, die mich nicht beeinflussen sollen, die mir nicht die Welt erklären, die mich nicht zu einem bestimmten Denken oder Fühlen führen sollen.

 

Sachliche Informationen und Berichte sind rar gesät und Einschätzungen, Bewertungen oder Meinungen, die als solche gekennzeichnet sind, kommen selten nur noch vor.

 

Üblich ist nun mal geworden für die, die sich als Journalisten bezeichnen, Stimmung zu machen in einer Sache, das bedeutet meist, in eigenem Interesse.

Was sachliche Berichterstattung ist, echte Information oder eben auch erkennbar subjektive Schilderung einer erlebten Begebenheit als Reportage, lässt sich an der verwendeten Sprache erkennen.

 

Aber Sprache als Gegenstand der Betrachtung wird fast nur von denen in den Fokus gerückt, die von Gerechtigkeit schwafeln und mit religiösem Eifer glauben, dass es böse Sprache gibt und gute Sprache geben müsse. Dabei verbiegen und verstümmeln sie die Sprache, geholfen wird damit niemandem.

 

Wer sich aufmerksam mit der angewandten Sprache beschäftigt, mit den verwendeten Worten und den nicht verwendeten Begriffen, erkennt schnell die inhaltliche Intention, mit der gesprochen oder geschrieben wird.

 

Die Motive lassen sich gut an der Sprache ablesen, das hilft mir in diesen Zeiten.


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