· 

Wo es leid tut

Im Herzen tut es ihr also leid...

 

Das wirkt irgendwie glaubwürdig, wie sie da so vor dem Bundestag steht, verzweifelt irgendwie und um Einsicht und Einlenken bittend.

 

Ich nehme ihr diese Verzweiflung ab. So bekümmert sieht sie sonst nicht aus, da ist etwas anders als sonst, für mich wirkt sie wirklich irgendwie verzweifelt.

 

Nur verstehe ich sie mal wieder nicht. Gewohnt unpräzise bleibt sie und schwurbelnd nach Worten ringend ermöglicht sie vielfältige Interpretationen.

Was genau tut ihr denn im Herzen leid? Dass wir die "nicht absolut notwendigen Kontakte wirklich reduzieren und meiden" sollen? Dass es noch 14 Tage bis Weihnachten sind? Dass wir dafür - wofür eigentlich genau? - einen Preis zahlen, den "Preis von Todeszahlen am Tag 590 Menschen" zahlen, der nicht akzeptabel ist?  Was tut ihr denn nun im Herzen leid?

 

Ich kann mir selbstverständlich schon vorstellen, was sie uns da präsentieren will. Nur das nehme ich ihr nicht ab. Die spürbare Verzweiflung rührt für mich nicht daher, dass sie gern etwas anderes fordern oder propagieren würde, aber leider nicht anders kann, als uns das zuzumuten, was sie unvermeidlich fordern und propagieren muss.

 

Das nehme ich ihr nicht ab - oder glaubt sie das vielleicht tatsächlich`?

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0