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Fluchtgedanken

Die selbstherrliche Schar von Gauklern, die "irgendwas mit Medien" oder sogar maßgeblich Politik machen in diesem Land, wird spürbar arroganter.

 

Obwohl es mich auf der einen Seite beruhigt und tröstet, dass es noch immer so viele kluge Leute gibt, die in der Lage sind, sachlich darzulegen und vernünftig abzuwägen, verengen sich auf der anderen Seite deren Möglichkeiten, Gehör zu finden, scheinbar oder tatsächlich immer deutlicher.

 

Der Einfluss derer, die auf freiheitliche Rechtsstaatlichkeit bestehen und so etwas wie den gesunden Menschenverstand einfordern, wird deshalb offensichtlich immer geringer. Freiheit und Rechtsstaatlichkeit erscheinen nicht mehr als unantastbaren Größen, im Gegenteil, sie werden zunehmend zur Disposition gestellt.

Als Ausweg an das Auswandern zu denken, erschien mir in den letzten Jahren immer als unsinnig, weil es - bei Berücksichtigung wirklich aller relevanten Faktoren - kein Land zu geben scheint, in dem es in Summe besser wäre als hier.

 

Und obwohl ich das im Grunde noch immer denke, ändert sich zurzeit mein Blickwinkel. Möglicherweise bringen die kommenden Monate mehr Klarheit darüber, wie die Gewichtung bestimmter Faktoren sich verändert.

 

"Diejenigen, die die wesentliche Freiheit aufgeben würden, um ein wenig vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit."

 

Im englischen Original:

"Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."

 Benjamin Franklin (1706–1790)

Einer der Gründerväter der USA


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