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Kippt die Stimmung?

Nun regt sich auch in den "Qualitätsmedien" Unmut. Aus sehr unterschiedlichen Gründen und mit verschiedenen Motiven wird nun vorsichtig damit angefangen, zu kritisieren. Zu fragen. Sogar hier und da infrage zu stellen. Gut so, endlich gibt es nicht mehr nur die eine Linie, die für richtig erklärt, für alternativlos gehalten und bedingungslos verteidigt wird, als ginge es gegen Tod und Teufel.

 

Endlich beginnt auch der Mainstream die Unlogik und die Ungerechtigkeiten der Maßnahmen zu erkennen und ihre Wirksamkeit zu diskutieren. Ich sehe einen Silberstreif am Horizont, wenn das Ganze auch vielleicht nur darauf zurückzuführen sein mag, dass bald der Wahlkampf beginnen wird und sich so viel Krach und Getöse durch Pleiten, Pech und Pannen nicht mehr vollständig unter dem Deckel halten lassen.

 

Vielleicht entsteht ja doch noch ganz behutsam eine Diskussion darüber, was sinnvoll und was angemessen ist. Leider erkenne ich in diesen Tagen in den Medien allerdings nur den Ansatz, ausschließlich darüber zu reden, was gemacht werden sollte.

 

Das ist besser als nichts.

 

Aber wünschen würde ich mir selbstverständlich vor allem auch eine Diskussion darüber, aus welchem Grund und zu welchem Zweck etwas gemacht werden sollte und von wem. Ob es ein undemokratisches Gremium braucht, das in unserer Verfassung nicht vorgesehen ist. Ob die Zielvorgaben sinnvoll und realistisch sind. Ob es den vermeintlichen Anlass für die Maßnahmen tatsächlich noch immer gibt und wenn ja - welche Maßstäbe sich daraus für die Zukunft ergeben.

 

Aber immerhin, vielleicht ist ein Anfang ja gemacht.


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