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Eine Frage des Preises

Es geht nicht um den Datenschutz. Es ist eine Frage von Macht. Es geht um Abhängigkeit oder Freiheit. Es ist eine Prinzipienfrage und es geht um unser Selbstverständnis:

 

Wenn es nur die Telekom gäbe und als Monopolist Bedingungen und Preise für ihre Dienstleistungen jederzeit beliebig ändern könnte, müsste ich mich als Kunde jedes Mal fragen, mache ich da jetzt wieder mit oder höre ich auf zu telefonieren? Ich wäre ausgeliefert.

 

Wenn es zusätzlich auch Vodafone gibt, kann ich vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln, ohne auf das Telefonieren zu verzichten, wenn die Telekom durchknallt.

Nun sind wir nicht die Kunden von WhatsApp, sondern eher die Ware, aber wir bezahlen die scheinbar kostenfreie Dienstleistung mit unseren Daten. Und wenn WhatsApp ein lupenreiner Monopolist bleibt, kann WhatsApp auch in Zukunft jede "Preisänderung" durchsetzen, weil wir nicht auf WhatsApp verzichten können.

 

Ich möchte das nicht, ich möchte zeigen, dass ich nicht nur träge konsumiere und zu bequem bin für einen Wechsel. Ich möchte zeigen, dass ich mir nicht alles gefallen lassen werde und nicht abhängig bin von WhatsApp. Glücklicherweise gibt es mittlerweile gleichwertige Alternativen.

 

Es ist ein bisschen so wie mit dem Krieg. Die Generäle haben nur deshalb Macht, weil alle Soldaten die Befehle befolgen. Der Einzelne hat keine Chance, aber wenn die Soldaten zusammenhalten würden, gäbe es keine Schlacht.


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