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Auch das noch!

Ich finde wichtig, was jemand sagt. Nicht so wichtig finde ich, wer etwas sagt. Für die Beurteilung einer Aussage scheint es mir meist viel bedeutender zu sein, ob sie inhaltlich richtig oder nachvollziehbar ist, ob die Aussage gut begründet oder zumindest plausibel hergeleitet wirkt.

 

Wenn die Aussage mir also zutreffend erscheint, dann ist die Aussage nach meinem Verständnis zutreffend, auch wenn sie von jemanden getroffen wurde, den ich nicht mag oder mit dem ich sonst nicht einer Meinung bin. Die Qualität einer Aussage ändert sich für mich nicht, wenn ich erfahre, dass sie von jemanden gemacht wurde, der sonst keine klugen Sachen sagt oder in einem mir nicht besonders nahe stehenden politischen Lager verortet wird oder dergleichen.

Oft ist aber genau diese Vorgehensweise geübte Praxis in der öffentlichen Meinungsmache unserer Zeit: Wer hat das gesagt? Dann ist es falsch! Es muss ja falsch sein, wenn es von dem vorgetragen wird.

 

Deshalb kann ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, wenn nun plötzlich ganz erhebliche Zweifel an der bis dato nicht bezweifelten Expertise des Lautsprechers dieser Zeit geäußert werden.

 

Nun soll er also nicht einmal mehr "ein richtiger" Epidemiologe sein, sondern vom Mainstream zum Experten gemacht. Von Hochstapelei gar ist die Rede.

 

Im Grunde ist es völlig egal, aber ich muss zugeben, mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen zu können...


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