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Eigentümliches

Bemerkenswert finde ich, dass die, die immer fordern, ein Zeichen zu setzen bei allem, die immer wollen, dass Gesicht und Haltung gezeigt werden, nun - da Zeichen gesetzt, Haltung und Gesicht gezeigt werden - plötzlich gar keine rechte Freude mehr daran zu haben scheinen.

 

Merkwürdig finde ich, dass viele von denen, die immer für Mitspracherecht und Bürgerbeteiligung eintreten, die immer für Mitbestimmung, Dialog und Diskussion sind, nun so gar nicht mehr zu diskutieren bereit sind.

 

Eigenartig finde ich, dass immer alle großspurig für die Menschen- und die Freiheits- und die demokratischen Grundrechte eintreten, wenn es um China oder andere ferne Länder geht, aber nun - wo man das im eigenen Land tun könnte - meist nur betretenes Schweigen zu vernehmen ist.

Bedenklich finde ich, dass gerade aus den politischen Kreisen, die einmal mit Willy Brandt "mehr Demokratie wagen" wollten, nun eher der Eindruck vermittelt wird, dass man "mehr Diktatur wagen" müsse.

 

Beachtlich finde ich auch, dass die Partei, die immer basisdemokratisch sein wollte und alle Entscheidungen durch Mitgliederbefragung oder -entscheidung zu treffen vorgab, nun - da es das erste Mal so richtig um die Tröge der Macht und deshalb um die, wenn auch möglicherweise vegane, Wurst geht - ziemlich vernehmlich auf ihre Basis pfeift und die Kandidatur im kleinsten Kreise ausklüngelt...

 

 


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