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Es ist eine Entscheidung gefallen

Ich habe monatelang am Tage und in der Nacht mit mir gerungen, viel gelesen, sehr viel recherchiert und noch mehr nachgedacht. Ich habe fantasiert und ich habe rational überlegt, wohin ich auswandern könnte, was ich tun könnte in meiner wachsenden Verzweiflung. Ich habe erwogen, alles Mögliche zu tun oder zu lassen und ich konnte bis zum heutigen Tag keine endgültige Antwort finden auf die mich zerfressende Frage, was ich denn nun machen sollte.

 

Eine Entscheidung, wenn auch ganz sicher keine unumstößliche Entscheidung, ist nun aber doch gefallen.

 

Ich befinde mich ja schon lange gewissermaßen in einem imaginären Exil, im inneren Widerstand, im heimlichen Kampf gegen den von mir wahrgenommenen Wahnsinn unserer Zeit. Das werde ich nun noch aktiver und auch öffentlich tun: Kämpfen, Ankämpfen gegen die Idiotie, gegen die Unmenschlichkeit, gegen den Wahnsinn.

 

 

Ich werde mich engagieren, ich werde mich wehren, ich werde kämpfen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht eines Tages doch noch fliehen werde, auswandern, was auch immer.

 

Es bedeutet, dass ich zunächst aktiver werde, nicht mehr leise und zurückhaltend bleibe, sondern offensiver sein werde.

 

Ich werde mich für Menschlichkeit und Vernunft einsetzen, ich werde mich für eine gesündere Gesellschaft und gesunde Beziehungen zwischen den Menschen engagieren.

 

Ich werde mir das nicht gefallen lassen, nicht mehr tatenlos zusehen, nicht mehr passiv leiden. Ich werde mich nun so verhalten, wie mein Gewissen und mein Selbstverständnis es von mir erwarten.

 

Ich bin ab sofort unverhohlen ein Dissident.


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